Nach der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden Jens Kuntze stand die Geschichte des Roten Kreuzes im Hamburger Nordosten im Mittelpunkt des Programms. Kreisgeschäftsführer Oliver Weber nahm die Gäste mit auf eine Reise durch die ersten Jahrzehnte der Rotkreuzarbeit in der Region. Er erinnerte an die Wurzeln des heutigen Kreisverbands im Vaterländischen Frauenverein Wandsbek-Marienthal, an die Entstehung der ersten Sanitätskolonnen sowie an die vielen Menschen, die sich seit Generationen für andere einsetzen.
Anschließend richtete Marion Harnisch, Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Hamburg und Vorsitzende der DRK-Schwesternschaft Hamburg, den Blick auf die Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie schilderte den Wiederaufbau des Roten Kreuzes in Hamburg, die Entstehung zahlreicher sozialer Angebote sowie die wachsende Bedeutung von Katastrophenschutz, Altenhilfe und Ehrenamt. Dabei wurde deutlich, wie eng die Geschichte unseres Kreisverbands mit der Entwicklung Hamburgs verbunden ist – von den Herausforderungen der Nachkriegszeit bis zu den sozialen Aufgaben der Gegenwart.
Als besondere Anerkennung für das langjährige Engagement des Kreisverbands überreichte Marion Harnisch die Jubiläumsurkunde des DRK-Bundesverbandes sowie die Henry-Dunant-Plakette.
Blick auf Gegenwart und Zukunft
Wie sich das DRK Hamburg-Nordost in den vergangenen Jahren entwickelt hat und welche Themen die Zukunft prägen werden, darüber sprachen Jens Kuntze und Oliver Weber anschließend in einem gemeinsamen Gespräch.
Im Mittelpunkt standen dabei der Zusammenschluss der Kreisverbände Hamburg-Nord und Hamburg-Wandsbek im Jahr 2019, die Herausforderungen der vergangenen Jahre sowie die strategische Weiterentwicklung des Kreisverbands. Vorgestellt wurden auch die vier Wirkfelder, auf die sich die Arbeit des Kreisverbands seit 2025 konzentriert: Ausbildung und Schulung, Selbstständigkeit und Hilfe im Alter, Obdachlosenhilfe und Aufklärungsarbeit sowie Bereitschaft und Katastrophenschutz.
Dabei wurde deutlich: Auch nach 150 Jahren entwickelt sich das DRK stetig weiter, um auf gesellschaftliche Veränderungen und neue Herausforderungen reagieren zu können.
150 Jahre Geschichte auf einen Blick
Nach dem offiziellen Programm blieb ausreichend Zeit für persönliche Gespräche und Begegnungen. Besonderes Interesse galt dabei der neu gestalteten Galerie im ersten Obergeschoss des Kreisverbands. Auf acht großformatigen Tafeln wird dort die Geschichte der Rotkreuzarbeit im Hamburger Nordosten von 1876 bis heute erzählt. Die Ausstellung spannt den Bogen von den Anfängen des Roten Kreuzes über die Choleraepidemie von 1892, die Sturmflut von 1962 und die Gründung der Obdachlosenhilfe bis hin zu aktuellen Projekten wie den DRK-Treffpunkten und dem Kinder-Secondhandshop „LüttePlünn“.
Die Galerie macht sichtbar, wie sich das Deutsche Rote Kreuz über eineinhalb Jahrhunderte immer wieder an neue gesellschaftliche Herausforderungen angepasst hat – und dabei seinem zentralen Auftrag treu geblieben ist: Menschen zu helfen.
„150 Jahre Rotkreuzarbeit stehen für Generationen von Menschen, die Verantwortung übernommen und sich für andere eingesetzt haben. Dieses Jubiläum ist für uns Anlass, Danke zu sagen – und zugleich mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken“, sagte Vorstandsvorsitzender Jens Kuntze.
Sommerfest am 18. Juli
Das Jubiläumsjahr soll nicht nur mit geladenen Gästen gefeiert werden. Deshalb lädt der DRK-Kreisverband Hamburg-Nordost alle Interessierten herzlich zum großen Sommerfest am 18. Juli 2026 in die Steilshooper Straße 2 in Hamburg-Barmbek ein.
Gemeinsam möchten wir 150 Jahre Menschlichkeit, Hilfe und Engagement im Hamburger Nordosten feiern.





