Kreisverband Hamburg-Nord

Die Entstehung des Roten Kreuzes in Hamburg Nord

 

Die “Colonne des Rothen Kreuzes für Barmbeck, Uhlenhorst und Umgebung“” wurde 1892 gegründet, 29 Jahre nach Gründung des Roten Kreuzes durch Henri Dunant. Und es ging gleich praktisch los. Die Gründer spendeten eine Krankentrage und Arbeitsmaterial.

Zum Zweck des Vereins gehörte es, „die Kenntnis von der ersten Hülfe bei plötzlichen Unglücksfällen unter Laien zu verbreiten“, weiterhin die „Sammlung und Verteilung von Liebesgaben“.

Schon bald nach Gründung veranstaltete man ein Wohltätigkeitskonzert „zum Besten der Colonne des Rothen Kreuzes“, schließlich brauchten soziale Aufgaben schon seinerzeit eine materielle Basis. Attraktiv waren damals noch „Schlachtenmusik und feenhafte Beleuchtung des Gartens“, Eintritt 30 Pfennige.

Im August 1892 wurde Hamburg dann von einer schrecklichen Cholera-Epidemie heimgesucht. Die Mitglieder des „Rothen Kreuzes in Barmbeck“ halfen in ihrer ersten großen Bewährungsprobe spontan und beispielhaft, viele in einer zweiten Schicht neben ihrer regulären Beschäftigung.

Viele Wandlungen hat es seitdem gegeben, nicht nur in Sprache und Musikgeschmack. Geblieben sind unsere Grundwerte, Säulen unserer Arbeit. Das zeigte sich nicht nur, als wir 70 Jahre nach unserer Gründung unseren Beitrag während der Sturmflut 1962 leisteten. Noch heute ist das Rote Kreuz – auch hier vor Ort in Hamburg-Nord.